Monatliches Plenum:

Wir treffen uns – normalerweise – jeden ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr im ALZ (Arbeitslosenzentrum), Westwall 32-34, 1. Etage (Verschiebung an Feiertagen!). Mitstreiter sind herzlich willkommen!
Anfragen unter kontakt@sozialbuendnis-krefeld.de.
Nächster Termin: 3. Juni 2020 (noch als Videokonferenz!)

Corona-Pandemie – eine Zusammenstellung von Informationsquellen

  • Beitrags-Kategorie:Uncategorized

Auch im Sozialbündnis werden aufgrund der Corona-Pandemie alle unmittelbaren Sozialkontakte eingeschränkt bzw. möglichst vermieden. Sprecherrat und Plenum finden per Videokonferenz statt.

Das Arbeitslosenzentrum hatte den offenen Bereich geschlossen und führte keine persönlichen Beratungen mehr durch sondern nur noch telefonisch oder per Mail.
Das ALZ wurde aber ab Mitte Mai schrittweise geöffnet – persönliche Einzelberatung ist seit dem 18.05.2020 wieder möglich. Alle Infos der Homepage www.alz-krefeld.de können auch per WhatsApp versendet werden.

Das Arbeitslosenzentrum ist auch auf Facebook vertreten: https://www.facebook.com/ArbeitslosenzentrumKrefeld/

Gesundheits-Tipps, Zahlen und Informationen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Coronavirus

Informationssammlung des Robert Koch Instituts

Entscheidungshilfe bezüglich eines Arztbesuchs oder Coronavirus-Tests

Was Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jetzt wissen sollten

Krefeld: Allgemeine Informationen zum Corona-Virus

NRW: Sonderseite des Gesundheitsministeriums Ministeriums zum Coronavirus

Deutschland: Robert Koch-Institut, COVID-19-Dashboard

Weltweit: Zahlen der Johns Hopkins University

Stellungsnahmen und Forderungen

Armutsforscher: Corona-Krise trifft sozial Benachteiligte hart

Attac fordert ein gemeinwohlorientiertes Gesundheitssystem und einen Umbau der Wirtschaft!

Tacheles – Vorschläge zum Umgang mit der Corona-Krise für einkommensschwache Haushalte

Aufruf Gerechte Gesellschaft

  • Beitrags-Kategorie:Aktion

Das Sozialbündnis unterstützt den Aufruf „Gerechte Gesellschaft“ und arbeitet im Koordinierungskreis mit. Hier der aktuelle Stand:

Nach der erfolgreichen Strategiekonferenz am 15.2.20 in Bochum wurden alle Aktivitäten pandemiebedingt eingestellt bzw. unterbrochen.

Dennoch sind wir im Netzwerk Gerechte Gesellschaft nicht untätig geblieben. Wir haben unsere Impulse und Vorschläge zur Entwicklung einer Kampagne in das Bundesbündnis „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle“ eingebracht und sind nun auf Bundesebene dabei, die Vorbereitungen einer Kampagne zu den nächsten Bundestagswahlen mit zu gestalten.
Das Ziel bleibt: Wir wollen einen fundamentalen Politikwechsel erreichen.

 Im Bundesbündnis wird derzeit an drei Baustellen gearbeitet:

1. Erarbeitung einer gemeinsamen Bündniserklärung:
Titel: „Die Krise bewältigen – Reichtum umverteilen“,
in der voraussichtlich die Forderung einer zusätzlichen Vermögensabgabe für Hyperreiche enthalten sein wird, neben unseren bestehenden Forderungen nach wieder Inkraftsetzung der Vermögenssteuer, einer wirklichen Erbschaftssteuer u.a.
 
2. Es wird an einem Papier gearbeitet, in dem für die einzelnen Bereiche wie Gesundheitswesen, Bildung, Erziehung, Wohnen, Infrastruktur die notwendigen Investitionsbeträge ermittelt werden, um die Dringlichkeit von Steuererhöhungen insbesondere für Hyperreiche zu verdeutlichen.

3. Es soll eine entsprechenden Kampagne zu den Bundestagswahlen entwickelt werden.

Wir bleiben auf jeden Fall bei unseren Planungen, die sich aus der Strategiekonferenz am 15. Februar ergeben haben:
· Wir wollen dabei unterstützen, weitere neue Ortsgruppe für die Kampagne zu bilden.

· Wir wollen dazu Veranstaltungen zu den sozialen Missständen und den Krisenkosten in mehreren Städten durchführen.

· Wir wollen zu einem geeigneten Zeitpunkt Aktionen durchführen.

Voraussichtlich im August werden wir mit einer ersten Veranstaltung in Krefeld starten, die das Sozialbündnis Krefeld, das in unserem Netzwerk aktiv mitmacht, durchführt.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass unsere Vorbereitungen zu einer Kampagne zu den Bundestagswahlen bald wieder eine höhere Aufmerksamkeit erhalten. Schließlich sind die Probleme im Gesundheitswesen, im Erziehungs- und Bildungsbereich, beim Wohnen, bei der Bekämpfung der Klimakrise nach wie vor brisant. Und bei der derzeit sehr aktuellen Frage „Wer trägt die coronabedingten Krisenkosten“ wird die Notwendigkeit einer Umverteilung von oben nach unten bzw. einer Zurück-Verteilung von oben nach unten noch deutlicher.

Deshalb bitten wir um weitere Unterstützung und um Unterschriften. Macht unseren Aufruf und unsere homepage www.gerechte-gesellschaft.de weiter und breiter bekannt. Wir werden auf dieser homepage auch weiter über neue Entwicklungen informieren.

Infos bitte senden an info@gerechte-gesellschaft.de

Ich will keine Schokolade … ich will lieber fairen Lohn!

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Katholische Arbeitnehmer-Bewegung unterstützt Forderungen von Pflegekräften

In diesen Tagen werden überall Pflegende als „Held*innen der Nation“ beklatscht und mit Schokolade überhäuft. Das ist nett gemeint, aber nicht zielführend. Auch die Beschäftigten selbst sind über diese Form der Wertschätzung nicht glücklich. Denn: Nicht erst jetzt, sondern seit Jahren arbeiten die Pflegenden in Kliniken, Heimen und ambulant über ihre Kräfte hinaus, bewältigen 12-Tage Dienste am Stück mit bis zu 12 Stunden-Schichten. Sie arbeiten für geringe Bezahlung und werden lediglich als Kostenfaktor im Gesundheitssystem angesehen. Der durch die Corona-Krise ausgelöste Ausnahmezustand kann nicht mehr verbergen, was seit langem unter den Teppich gekehrt wurde: die Kürzung von Personal, die zunehmende Bürokratisierung, das Einsparen von wichtigen Therapien – all das ist weder neu noch überraschend und geschah sehenden Auges. Die Corona Pandemie sorgt jetzt dafür, dass diese Missstände immer deutlicher benannt werden. Viele erkennen nun, dass eine auf Profit ausgerichtete Pflege lebensbedrohlich ist.

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) stellt sich auf die Seite der Pflegenden und betont: Pflege gehört zur Daseinsvorsorge und darf dem Wettbewerb und der Profitlogik nicht unterworfen werden. Sie braucht ausreichende Ressourcen, Solidarität und die ihr gebührende Anerkennung. „Leben und arbeiten in Würde und Solidarität“ ist ein Leitsatz der KAB. Wir treten daher entschieden dafür ein, den politisch verursachten Pflegenotstand zu beseitigen und rufen die Verantwortlichen eindringlich auf, die Situation für die Pflegenden gemäß unsrer Forderungen zu verbessern und dadurch auch das Gesundheitssystem für jeden einzelnen von uns zu stärken.

Die KAB fordert die sofortige Umsetzung folgender Maßnahmen:

  • monatlich 500 € mehr für jeden Beschäftigten
  • Keine Privatisierung im Gesundheitswesen
  • Gefahrenzulage für gefährdete Beschäftigte in der Pflege
  • Keine Aufweichung bei Arbeits- und Ruhezeiten
  • Tägliche Corona-Tests für alle Beschäftigten
  • angemessene Schutzkleidung für alle in der Pflege tätigen

Hier die Pressemitteilung als PDF.

Hier das Plakat dazu.

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Rente rauf!

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Das Sozialbündnis Krefeld finanzierte mit vielen anderen diese hilfreiche Buch vor.


Auszug Seite 17: Im OECD-Vergleich landet Deutschland mit einer Bruttolohnersatzquote von kümmerlichen 38 Prozent auf einem hinteren Platz, weit abgeschlagen hinter Ländern wie den Niederlanden (97 Prozent), Dänemark (86 Prozent) oder Österreich (78 Prozent).
S. 73: Dies liegt weit unter dem OECD-Durchschnitt von 53 Prozent brutto. Auch die Nettolohnersatzquote liegt mit 50 Prozent weit unter dem OECD-Durchschnitt von 63 Prozent.
S. 29: „Nimmt man alle Rentenkürzungen der letzten 30 Jahre zusammen, so ergibt sich ein Ausmaß an Verschlechterungen, das schätzungsweise ein Volumen von 30 – 40 Prozent ausmachen dürfte.“
S. 100: „Wir schätzen, dass von den heute 45 Millionen Erwerbstätigen rund 20 Millionen nur eine Rente beziehen werden, die maximal auf Grundsicherungsniveau liegt. … Was bevorsteht, ist eine Katastrophe auf Ansage… Daran wird der … endlich gefundene Kompromiss einer Grundrente wenig ändern …
S. 30: Das Nettovermögen der privaten Haushalte … stieg … von 1999 bis 2015 um 4,8 Billionen Euro auf … 12,2 Billionen Euro.
www.vorsorgeluege.de

Filmpremiere „Der marktgerechte Mensch“

Das Sozialbündnis Krefeld zeigte in Zusammenarbeit mit der IG Metall Krefeld den Film „Der marktgerechte Mensch“ von Leslie Franke und Herdolor Lorenz am 16.1.2020 im Theater hintenlinks, Ritterstraße 187, 47805 Krefeld bei freiem Eintritt. Die Spendensammlung für die Filmproduktion in der sehr gut besuchten Vorstellung ergab 202,81 €.
Auf der Website des Theaters finden Sie weitere interessante Termine zum Schwerpunktthema „Soziale Gerechtigkeit“.

„Der Marktgerechte Mensch“ ist ein Film von unten. Ein Film der uns alle angeht: „Wenn der Mensch zur Ware wird“ geht seine Menschenwürde verloren. Noch vor 20 Jahren waren in Deutschland knapp zwei Drittel der Beschäftigten in einem Vollzeitjob mit Sozialversicherungspflicht. 38% sind es nur noch heute.
Die Filmemacher gehen an die Arbeitsplätze der neuen Modelle des Kapitalismus wie der Gig-Economie, wie der Arbeit auf Abruf. Sie treffen auf Menschen in bisher sicher geglaubten Arbeitsstrukturen an Universitäten oder in langjährigen Arbeitsverhältnissen mittlerer- und oberer Leitungspositionen. Und beobachten wie sich die Verschärfung des Wettbewerbs immer stärker auf den Einzelnen verlagert, was Solidarisierung und tragbaren sozialen Beziehungen nur sehr schwer Raum lässt. Depression und Burnout machen Menschen, die an dieser Last und Unsicherheit zerbrechen, das Leben zur Hölle. Selbst dann noch glauben viele, an ihrem Schicksal schuld und ein Einzelfall zu sein.

Doch dieser Wahnsinn ist nicht alternativlos. Der Film stellt Betriebe vor, die nach dem Prinzip des Gemeinwohls wirtschaften, Beschäftigte von Lieferdiensten, die einen Betriebsrat gründen und die Kraft der Solidarität von jungen Menschen, die für einen Systemwandel eintreten. „Der marktgerechte Mensch“ ist ein Film, der die Situation hinterfragt, Mut machen will, sich einzumischen und zusammenzuschließen. Denn ein anderes Leben ist möglich.

Der marktgerechte Mensch“ entstand als „Film von unten“ – finanziert von denen, die ihn sehen und zeigen wollen. Die Filme der Filmemacher wie „Wer Rettet Wen?“ „Water Makes Money“ und „Bahn unterm Hammer“ haben gezeigt, wie mit Aufklärung und Mobilisierung Einfluss genommen werden kann.