Monatliches Plenum:

Wir treffen uns jeden ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr (Verschiebung an Feiertagen!). Mitstreiter sind herzlich willkommen!
Anfragen unter: kontakt@sozialbuendnis-krefeld.de
Nächster Termin: 7. Oktober 2020 Bischof-Sträter-Haus (Corneliusstr. Ecke Lindenstr.) oder ALZ

Soziale Gerechtigkeit – nicht nur – für Krefeld

Veranstaltung des „Sozialbündnis Krefeld“ in Kooperation mit dem Werkhaus Krefeld vom 22.8.20 im Südbahnhof.

Auf Basis der Aussagen in der Broschüre des Sozialbündnisses „Soziale Gerechtigkeit für Krefeld“ luden wir ein, die sozialpolitische Lage in Krefeld und darüber hinaus zu diskutieren und mit Partnern weitergehende Positionen und Aktivitäten zu entwickeln.
Lothar Wilhelms stellte die Entstehung der Broschüre anhand dieser Präsentation vor.

Zum Download der Broschüre bitte weiter runterscrollen oder zu „Veröffentlichungen“.

Zum Thema Gesundheitswesen/Krankenhäuser referierte Guido Böhmer. Er ist Personalrat im Uniklinikum Düsseldorf und bei Verdi FB03, Gesundheit und Soziales, auf Landesebene aktiv.
Seine Präsentation hier zum Dowload.


Lothar Wilhelms stellte das NRW-Netzwerk „Gerechte Gesellschaft“ mit dem Aufruf „Für eine gerechte Gesellschaft für alle“ mit dieser Präsentation vor.

Gerhard Milbert von der KAB präsentierte deren Mindestlohnkampagne. Hier die Unterschriftenliste.


Günter Rexilius vom Bündnis für Menschenwürde und Arbeit Mönchengladbach erläuterte den Hartz-IV-Appell.


Die Stichworte aus der Diskussion, auch als künftige Arbeitsaufträge für das Sozialbündnis Krefeld, wurden hier festgehalten.

Corona-Pandemie – eine Zusammenstellung von Informationsquellen

Auch im Sozialbündnis wurden aufgrund der Corona-Pandemie ab März alle unmittelbaren Sozialkontakte eingeschränkt. Sprecherrat und Plenum fanden bis August per Videokonferenz statt.

Das Arbeitslosenzentrum hatte den offenen Bereich geschlossen, wurde aber ab Mitte Mai schrittweise geöffnet. Alle Infos der Homepage www.alz-krefeld.de können auch per WhatsApp versendet werden.

Das Arbeitslosenzentrum ist auch auf Facebook vertreten: https://www.facebook.com/ArbeitslosenzentrumKrefeld/

Gesundheits-Tipps, Zahlen und Informationen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Coronavirus

Informationssammlung des Robert Koch Instituts

Entscheidungshilfe bezüglich eines Arztbesuchs oder Coronavirus-Tests

Was Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jetzt wissen sollten

Krefeld: Allgemeine Informationen zum Corona-Virus

NRW: Sonderseite des Gesundheitsministeriums Ministeriums zum Coronavirus

Deutschland: Robert Koch-Institut, COVID-19-Dashboard

Weltweit: Zahlen der Johns Hopkins University

Stellungsnahmen und Forderungen

Armutsforscher: Corona-Krise trifft sozial Benachteiligte hart

Attac fordert ein gemeinwohlorientiertes Gesundheitssystem und einen Umbau der Wirtschaft!

Tacheles – Vorschläge zum Umgang mit der Corona-Krise für einkommensschwache Haushalte

Neue Broschüre „Soziale Gerechtigkeit für Krefeld“

Diese neue Broschüre des Sozialbündnisses konkretisiert das Thema Soziale Gerechtigkeit durch „96 Seiten geballter Information und reich bebildert mit Jarikaturen“. Dabei werden 17 Themen, von „Armut“ bis „Umwelt“ von auch sehr bekannten Autor*innen (z.B. Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Michael Grosse, Prof. Dr. Claudia Kemfert) unter dem Gesichtspunkt sozialer Gerechtigkeit betrachtet. Zu jedem Aspekt wird vom Sozialbündnis die entsprechende Situation für Krefeld beschrieben und so der lokale Bezug hergestellt. Durch eine Karikatur von Jari wird jedes Thema zeichnerisch auf den Punkt gebracht.

Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden (3MB).

In gedruckter Form liegen die Broschüren an folgenden Stellen aus:

Eine Welt Laden, Westwall 62, 47798 Krefeld;
IG Metall Krefeld, Ostwall 29, 47798 Krefeld;
KAB-Zentrum Krefeld, Spinnereistr. 28, 47805 Krefeld;
Bürgerinitiative Rund um St. Josef, Corneliusstraße 43, 47798 Krefeld;
Südbahnhof, Saumstraße 9, 47805 Krefeld;
Emmaus Gemeinschaft Krefeld, Peter-Lauten-Straße 19, 47803 Krefeld;
Arbeitslosenzentrum Krefeld, Westwall 32, 47798 Krefeld;
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Krefeld, Roßstr. 200, 47798 Krefeld;
ver.di LNR, Virchowstraße 130, 47805 Krefeld;
Katholische Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken am Niederrhein, Dreikönigenstraße 54, 47799 Krefeld.

Die Hefte sind kostenlos, über eine Spende auf das Konto DFG-VK Krefeld, IBAN: DE37 4306 0967 4006 1617 47, Verwendungszweck: Sozialbündnis, würden wir uns freuen.

Zur Broschüre erschien am 26.6.20 dieser WZ-Artikel , am 29.6. dieser RP-Artikel und am 30.6. dieser Artikel in der Kirchenzeitung.

Das Sozialbündnis zur Coronakrise

Die Vielzahl sozialer Probleme, die durch die Coronakrise sichtbar werden, sind schon immer das zentrale Thema unseres Sozialbündnisses. Dazu nehmen wir auch in der in Kürze erscheinenden Broschüre „Soziale Gerechtigkeit für Krefeld“ Stellung und veröffentlichen hier, auch als kleine Vorschau, den Beitrag zu Corona mit den Zeichnungen von Jari.


Corona – und jetzt?

In die Endphase der Erstellung dieser Broschüre platzte die Corona-Krise. Neben einer Menge zusätzlicher logistischer Probleme stellte sich für uns auch die Frage: hat die Idee der Broschüre, nämlich die Forderung nach wirklicher sozialer Gerechtigkeit in den Blickpunkt zu rücken, in Zeiten von Corona überhaupt noch Bestand? Sehr schnell wurde deutlich, dass die Ausnahmesituation, in die die Pandemie unsere Gesellschaft gebracht hat, die sozialen Probleme noch viel deutlicher hervortreten lässt. Beispiele dafür sind:

  • der Markt hat nicht für die Krise vorgesorgt, er hilft uns auch jetzt nicht, sondern ruft verzweifelt nach Rettung durch den Staat
  • das Gesundheitssystem der Profitlogik des Marktes zu unterwerfen fällt uns böse auf die Füße und muss nun blitzschnell korrigiert werden.
  • wir stellen fest, dass diejenigen für uns am wichtigsten sind, die nach der Logik des Marktes am schlechtesten bezahlt werden und deshalb in Mengen fehlen: Pflegekräfte, Lebensmittelverkäuferinnen, Kassiererinnen, Regalauffüllerinnen, Erzieherinnen, Reinigungskräfte, Erntehelferinnen. 75 Prozent der Beschäftigten in systemrelevanten Berufen sind weiblich. Und, wie ja allgemein bekannt ist, schlechter bezahlt.
  • diejenigen, die zu normalen Zeiten bereits am Rande des Existenzminimums oder sogar darunter leben mussten, wie Alleinerziehende, Kinderreiche, Soloselbständige, Hartz IV Empfänger, Obdachlose; Flüchtlinge uva., geraten durch die erschwerten Bedingungen der Krise in existentielle Not.
  • Geringverdiener werden schnell zu HARTZ IV-Aufstockern. HARTZ IV wird trotz der Schließung vieler Tafeln und durch Hamsterkäufe gestiegener Preise nicht erhöht. Wohnungslose etc. gehen völlig leer aus, die Isolation der ohnehin bereits Abgehängten wird verschärft.
  • die Krise trifft Einkommensärmere härter. Das Kurzarbeitergeld von 60 bis 67% kann jetzt zwar allmählich auf 80 bis 87% ansteigen, aber auch das ist noch kein europäischer Spitzenwert. Aufgestockt wird es nur von wenigen Großbetrieben, obwohl den Unternehmen sogar die Sozialversicherungsbeiträge erstattet werden.
  • das digitale Lernen bei geschlossenen Schulen ist für Kinder aus ärmeren Familien mit kleinen Wohnungen und schlechterer oder ganz fehlender EDV-Ausstattung schwieriger bis unmöglich.

Werden uns die Auswirkungen der Krise also dazu zwingen, über mehr soziale Gerechtigkeit für die Gesellschaft nachzudenken? Nicht unbedingt, wie schon die Finanz- und Wirtschaftskrise von 2007 gezeigt hat. Sobald das Schlimmste überstanden war, ging es weiter wie vorher – oder noch schlimmer. Die Profiteure des Marktes werden auch diesmal ihr Möglichstes tun, dass die Corona-Krise so schnell wie möglich und ohne wesentliche Veränderungen in Vergessenheit gerät.

Vielleicht kann diese Broschüre ja helfen daran zu erinnern, dass wir eine Menge in Richtung sozialer Gerechtigkeit verändern müssen, wenn die Krise erst mal überstanden ist. Und eine Menge Vorschläge, wie man das machen könnte, sind hier auch schon aufgeschrieben.

Aber auch jetzt schon gibt es einige Dinge zu tun, die einfach nicht warten dürfen:

  • dafür sorgen, dass die Schwächsten unserer Gesellschaft, sei es gesundheitlich oder wirtschaftlich, in der Krise nicht zu Grunde gehen.
  • darauf achten, dass nicht wieder Verluste sozialisiert und Gewinne privatisiert werden.
  • genau beobachten, dass Einschränkungen unserer Freiheitsrechte, die in der Krise sinnvoll sein können, nicht zum dauerhaften Abbau demokratischer Rechte führen.

Bleiben Sie gesund!

Aufruf Gerechte Gesellschaft

  • Beitrags-Kategorie:Aktion

Das Sozialbündnis unterstützt den Aufruf „Gerechte Gesellschaft“ und arbeitet im Koordinierungskreis mit. Hier der aktuelle Stand:

Nach der erfolgreichen Strategiekonferenz am 15.2.20 in Bochum wurden alle Aktivitäten pandemiebedingt eingestellt bzw. unterbrochen.

Dennoch sind wir im Netzwerk Gerechte Gesellschaft nicht untätig geblieben. Wir haben unsere Impulse und Vorschläge zur Entwicklung einer Kampagne in das Bundesbündnis „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle“ eingebracht und sind nun auf Bundesebene dabei, die Vorbereitungen einer Kampagne zu den nächsten Bundestagswahlen mit zu gestalten.
Das Ziel bleibt: Wir wollen einen fundamentalen Politikwechsel erreichen.

 Im Bundesbündnis wird derzeit an drei Baustellen gearbeitet:

1. Erarbeitung einer gemeinsamen Bündniserklärung:
Titel: „Die Krise bewältigen – Reichtum umverteilen“,
in der voraussichtlich die Forderung einer zusätzlichen Vermögensabgabe für Hyperreiche enthalten sein wird, neben unseren bestehenden Forderungen nach wieder Inkraftsetzung der Vermögenssteuer, einer wirklichen Erbschaftssteuer u.a.
 
2. Es wird an einem Papier gearbeitet, in dem für die einzelnen Bereiche wie Gesundheitswesen, Bildung, Erziehung, Wohnen, Infrastruktur die notwendigen Investitionsbeträge ermittelt werden, um die Dringlichkeit von Steuererhöhungen insbesondere für Hyperreiche zu verdeutlichen.

3. Es soll eine entsprechenden Kampagne zu den Bundestagswahlen entwickelt werden.

Wir bleiben auf jeden Fall bei unseren Planungen, die sich aus der Strategiekonferenz am 15. Februar ergeben haben:
· Wir wollen dabei unterstützen, weitere neue Ortsgruppe für die Kampagne zu bilden.

· Wir wollen dazu Veranstaltungen zu den sozialen Missständen und den Krisenkosten in mehreren Städten durchführen.

· Wir wollen zu einem geeigneten Zeitpunkt Aktionen durchführen.

Samstag, 22. August werden wir mit einer ersten Veranstaltung in Krefeld ab 10 Uhr im Südbahnhof, Saumstr. 9, starten, die das Sozialbündnis Krefeld, das in unserem Netzwerk aktiv mitmacht, durchführt.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass unsere Vorbereitungen zu einer Kampagne zu den Bundestagswahlen bald wieder eine höhere Aufmerksamkeit erhalten. Schließlich sind die Probleme im Gesundheitswesen, im Erziehungs- und Bildungsbereich, beim Wohnen, bei der Bekämpfung der Klimakrise nach wie vor brisant. Und bei der derzeit sehr aktuellen Frage „Wer trägt die coronabedingten Krisenkosten“ wird die Notwendigkeit einer Umverteilung von oben nach unten bzw. einer Zurück-Verteilung von oben nach unten noch deutlicher.

Deshalb bitten wir um weitere Unterstützung und um Unterschriften. Macht unseren Aufruf und unsere homepage www.gerechte-gesellschaft.de weiter und breiter bekannt. Wir werden auf dieser homepage auch weiter über neue Entwicklungen informieren.

Infos bitte senden an info@gerechte-gesellschaft.de

Ich will keine Schokolade … ich will lieber fairen Lohn!

  • Beitrags-Kategorie:Uncategorized

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung unterstützt Forderungen von Pflegekräften

In diesen Tagen werden überall Pflegende als „Held*innen der Nation“ beklatscht und mit Schokolade überhäuft. Das ist nett gemeint, aber nicht zielführend. Auch die Beschäftigten selbst sind über diese Form der Wertschätzung nicht glücklich. Denn: Nicht erst jetzt, sondern seit Jahren arbeiten die Pflegenden in Kliniken, Heimen und ambulant über ihre Kräfte hinaus, bewältigen 12-Tage Dienste am Stück mit bis zu 12 Stunden-Schichten. Sie arbeiten für geringe Bezahlung und werden lediglich als Kostenfaktor im Gesundheitssystem angesehen. Der durch die Corona-Krise ausgelöste Ausnahmezustand kann nicht mehr verbergen, was seit langem unter den Teppich gekehrt wurde: die Kürzung von Personal, die zunehmende Bürokratisierung, das Einsparen von wichtigen Therapien – all das ist weder neu noch überraschend und geschah sehenden Auges. Die Corona Pandemie sorgt jetzt dafür, dass diese Missstände immer deutlicher benannt werden. Viele erkennen nun, dass eine auf Profit ausgerichtete Pflege lebensbedrohlich ist.

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) stellt sich auf die Seite der Pflegenden und betont: Pflege gehört zur Daseinsvorsorge und darf dem Wettbewerb und der Profitlogik nicht unterworfen werden. Sie braucht ausreichende Ressourcen, Solidarität und die ihr gebührende Anerkennung. „Leben und arbeiten in Würde und Solidarität“ ist ein Leitsatz der KAB. Wir treten daher entschieden dafür ein, den politisch verursachten Pflegenotstand zu beseitigen und rufen die Verantwortlichen eindringlich auf, die Situation für die Pflegenden gemäß unsrer Forderungen zu verbessern und dadurch auch das Gesundheitssystem für jeden einzelnen von uns zu stärken.

Die KAB fordert die sofortige Umsetzung folgender Maßnahmen:

  • monatlich 500 € mehr für jeden Beschäftigten
  • Keine Privatisierung im Gesundheitswesen
  • Gefahrenzulage für gefährdete Beschäftigte in der Pflege
  • Keine Aufweichung bei Arbeits- und Ruhezeiten
  • Tägliche Corona-Tests für alle Beschäftigten
  • angemessene Schutzkleidung für alle in der Pflege tätigen

Hier die Pressemitteilung als PDF.

Hier das Plakat dazu.

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